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Psychiatrischer Krisendienst für ganz Oberbayern kommt

Sozial- und Gesundheitsausschusses des Bezirks Oberbayern bringt wegweisendes Projekt für die psychiatrische Versorgung auf den Weg.

Mit einem schrittweisen Ausbau des bisher nur in der Stadt München bestehenden psychiatrischen Krisendienstes wollen wir Stück um Stück über die nächsten Jahre zu einer erheblichen Verbesserung der Versorgungslage von Menschen in psychischen Krisen kommen. Die Reaktionszeiten bis zu einer adäquaten Versorgung sollen sinken, und eine qualifizierte telefonische Beratung wird helfen, gleich von Anfang an die richtigen Schritte zu gehen, bei einer gleichzeitig niedrigen Hemmschwelle, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Damit kann frühzeitiger auf Krisen reagiert werden und letztlich mehr Menschen eine passendere Behandlung ermöglicht werden. Dies beinhaltet einen starken präventiven Effekt, da eine frühzeitigere Behandlung Verschlimmerungen der Erkrankung entgegen wirken kann. Wir bedauern deshalb außerordentlich, dass die Krankenkassen eine Beteiligung an den Kosten bisher ablehnen, obwohl sie gerade vom präventiven Aspekt des Krisendienstes auch finanziell profitieren. Der Bezirk hat sich entschlossen, im Interesse der Betroffenen nun dennoch das Projekt auf den Weg zu bringen, und nicht auf eine Zusage der Krankenkassen zu einer Kostenbeteiligung zu warten. Wir verhandeln aber weiter.


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Jun 17, 2015 Kategorie: Bezirk Oberbayern Erstellt von: simon